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Nicht nur einfach - Vielfalt ist Trumpf

Erstaunlich viele Teeportale ordnen den Bancha-Tee als einen dem Sencha unterlegenen Grüntee einfacher oder gar niedrigerer Qualität ein. Damit macht man es sich einfach, doch man wird dem Bancha nicht gerecht. Wäre der Bancha wirklich der zweitbeliebteste Tee Japans, wenn er von niedriger Qualität wäre?

Fakt ist, dass es in Japan zwanzig verschiedene Qualitätsstufen von Bancha gibt. Wir wollen uns auf drei beschränken, auf Banchas einfacher, mittlerer und hoher Qualität.

Einfache Qualität

Die einfachsten Banchas sind Mischungen (Blends) aus verschiedenen Ernten und verschiedenen Regionen. Meist werden auf den Etiketten keine klaren Herkunftsangaben gemacht, oft steht sogar nur "Grüner Tee" auf der Packung. In der Packung befinden sich gerollte Blätter mit hohem Stängel-Anteil, die oft brüchig, trocken und von blasser Farbe sind. Diese sehr einfache Qualität findet man oft auch pulverisiert in Tee-Beuteln wieder. Geschmacklich sollte man von dieser Qualität nicht viel erwarten. Meist schmecken diese Banchas wässrig, metallisch und leicht säuerlich. Das einzige Argument für diese Qualität ist ihr sehr niedriger Preis.

Mittlere Qualität

Auch die mittlere Qualität der Bancha-Tees besteht oft aus Blends, die aus verschiedenen Ernten stammen. Hier ist jedoch die Qualität der verwendeten Pflanzen deutlich höher, und sie stammen aus klimatisch günstigeren Anbaugebieten. Der Stängelanteil ist geringer, die Blätter sind feiner und haben eine deutlich dunkelgrüne Farbe. Hier kann man durchaus schon in genussvoller Erwartung zur Teeschale greifen, solche Banchas schmecken süffig, leicht süß und weisen nur leichte Mineralität auf.

Hohe Qualität

Die besten Banchas werden auch "Meban" genannt, wobei das "Me" für "Knospe" steht und "ban" natürlich die Kurzform von Bancha ist. In der Tat sind hier die Knospen und die feineren Blätter der Teepflanzen in den Packungen zu finden. Die relativ dünnen Blätter ähneln den typischen Sencha-Nadeln, sind nicht trocken und haben eine kräftige, dunkelgrüne Farbe. Die hier verwendeten Teeblätter stammen ausnahmslos aus den frühen Bancha-Ernten. Diese Banchas erfreuen auch den anspruchsvollen Teetrinker mit einer sanften, harmonischen Milde, gut eingebundenen Bittertönen und einer angenehm mineralischen Note.

Sencha vs. Bancha

Wie schneiden nun die ungleichen Verwandten Sencha und Bancha im direkten Vergleich ab? Hier muss man die klassisch-salomonische Antwort "Das kommt darauf an." bemühen. Nämlich darauf, welchen Sencha man gegen welchen Bancha verkostet, welche Qualitäten man vergleicht. Vor allen Dingen ist wichtig, von welcher Ernte die Senchas und Banchas stammen, die man verkostet. Mit der riesigen Qualitätsbandbreite der Senchas kann der Bancha-Tee nicht mithalten, und ihn mit den absoluten Spitzen-Senchas zu vergleichen – gegen die er naturgemäß keine Chance hat – hieße, seinen Charakter misszuverstehen. Aber wenn man einen Sencha einer zweiten oder dritten Ernte mit einem guten Bancha der ersten Ernte vergleicht, werden plötzlich die Gemeinsamkeiten deutlich. Hier berühren sich dann nicht nur zwei Tee-Sorten, sondern zwei eigentlich gegensätzliche Tee-Philosophien.

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