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Bancha – der grüne Tee, der Spaß macht

"Bancha-Tee? Du meinst Sencha, nicht wahr?" Das bekommt man hierzulande wohl meistens zu hören, wenn man auf diesen in Japan sehr beliebten grünen Tee zu sprechen kommt. Hierzulande steht der Bancha im Schatten seines "großen Bruders" Sencha. Doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich Deutschlands Grüntee-Trinker von der Begeisterung der Japaner anstecken lassen und den Bancha-Tee zu entdecken beginnen.

Lebendige Tradition für den Alltag

Was genau ist nun Bancha-Tee? Der Bancha hat in Japan hinter dem Sencha den zweitgrößten Marktanteil und gilt als beliebtester Alltags-Tee Japans. Wenn einem in einem japanischen Haushalt oder einem Büro eine Tasse Tee "einfach so" angeboten wird, kann das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Bancha sein. Der Bancha ist kein Genuss-Tee, der in aufwendigen Zeremonien zubereitet und serviert wird. Der Bancha ist der Tee für zwischendurch, für die kleine Auszeit oder den Fünf-Minuten-Plausch mit Freunden und Kollegen. Bancha ist ein Tee, der einfach Spaß macht.

Zur Herkunft der Bezeichnung "Bancha" gibt es zwei Theorien, denn das Wort ban hat im Japanischen zwei Bedeutungen: Es kann sowohl "gewöhnlich" als auch "spät" bedeuten. Da cha eindeutig Tee heißt, bedeutet "Bancha" also entweder gewöhnlicher oder später Tee. Beides trifft auf den Bancha zu. Zum einen ist er – wie bereits beschrieben - DER Alltags-Tee Japans, zum anderen wird er später als der beliebte Sencha-Tee geerntet.

Bis zur Mitte der sogenannten Edo-Zeit (17. bis 19. Jahrhundert) war der Banchatee der dominierende Tee Japans. Erst dann begann - durch technische Verfeinerungen und Standardisierungen - der Siegeszug des verfeinerten Sencha und das Aufkommen weiterer Grüntee-Sorten. Noch heute werden in Japan viele althergebrachte Techniken zur Produktion von Bancha genutzt. Einfaches Trocknen der Blätter, eine eventuelle Röstung und das zum Teil jahrelange Reifen der Teeblätter gehen alle auf Jahrhunderte alte Bancha-Traditionen zurück.

Anbaugebiete

Bancha-Tee wird in Japan überall da angebaut, wo auch Sencha angebaut wird. Demzufolge kommt der Löwenanteil der Produktion aus Shizuoka am Fuß des Fuji. Fast die Hälfte der japanischen Tee-Produktion wird dort angebaut. Auch aus Kagoshima und Kyoto kommen Banchatees.

Sencha und Bancha haben noch mehr gemeinsam als die Anbaugebiete: Oft teilen Sie sich auch die gleichen Teesträucher. Als Sencha bezeichnet man nämlich meist die erste Ernte der auf offenen Feldern kultivierten Teesträucher. Die erfolgt meist im April oder Mai. Spätere Pflückungen im Juni, im Juli oder auch erst im August ergeben dann den Bancha-Tee. Bancha hat also deutlich mehr Sonnenstrahlen abbekommen, und deshalb schmeckt er deutlich anders als der Sencha.

In der Verarbeitung nach dem Pflücken unterscheidet sich Bancha nicht von anderen japanischen Grüntees. Die Blätter werden kurz unter Dampf erhitzt, damit sie nicht oxidieren. Danach werden die Pflanzenfasern aufgebrochen. Das erledigen Maschinen, die die Teeblätter rollen. Nach einer gewissen Reifezeit werden die Teeblätter getrocknet und verpackt.

Wichtig ist in der Tasse

"Wichtig ist in der Tasse", würde Fußball-Legende Otto Rehagel sagen, wenn er Tee-Trinker wäre, und in der Tasse kann der Bancha überzeugen, auch wenn er hierzulande noch selten ausgeschenkt wird. Der Bancha-Tee ist ein traditionelles, dennoch unkompliziertes und sympathisches Getränk, das auch Menschen schmecken wird, die grünem Tee noch etwas reserviert gegenüber stehen. Für solche Menschen ist Bancha die ideale "Einstiegsdroge". Darüber hinaus bietet er phänomenale gesundheitliche Vorzüge und – was am wichtigsten ist – er macht Spaß. Ob man ihn alleine oder im Kreis von Freunden und Kollegen genießt, eine Tasse Bancha-Tee versieht den Tag mit einem Lächeln.

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